Lebensweg: Sr. Susanne Sorban (58), Bezirksoberin/Pflegedirektorin, AGAPLESION EV. KRANKENHAUS BETHEL BÜCKEBURG

Sr. Susanne Sorban (58), Bezirksoberin/Pflegedirektorin, AGAPLESION EV. KRANKENHAUS BETHEL BÜCKEBURG

Schon früh in meinem Leben hat mich fasziniert, dass Menschen krank in ein Krankenhaus hineingehen und es wieder geheilt verlassen. Darum wollte ich unbedingt Krankenschwester werden. Die Ausbildung habe ich von 1976 bis 1979 absolviert. Krankenschwestern tragen bis heute einen entscheidenden Teil zur Genesung des Patienten bei. Meine Faszination und meinen Wunsch, in dem Berufsbild zu arbeiten, hat ein prägendes Ereignis in meiner Familie weiter verstärkt.

Meine damalige Ausbildung kann man nicht mit der heutigen vergleichen. Wir haben im sogenannten „geteilten Dienst“ gearbeitet. An den „Putzdienst“ am Wochenende kann ich mich noch gut erinnern. Er gehörte nicht gerade zu meinen Lieblingsbeschäftigungen.

Dagegen haben mir die Zuwendung und die Arbeit mit den Patienten umso mehr Freude bereitet. Die Verweildauer von Patienten war in den 1970er-Jahren erheblich länger. Ein Patient mit einer Oberschenkelfraktur hat bspw. bis zu vier Wochen im Krankenhaus verbracht – heute undenkbar, damals vollkommen normal. Ich habe mich immer gern um solche Patienten gekümmert; durch die längere Liegezeit konnte man eine intensivere Bindung aufbauen.

Irgendwann wollte ich mich weiterbilden. Ich wollte mitgestalten, Abläufe verbessern und eine neue Herausforderung suchen. Anfang der 1980er Jahre habe ich mich zur Stationsleitung ausbilden lassen und Ende der 1990er Jahre habe ich den Studiengang zur Pflegefachwirtin abgeschlossen.

Im Friederikenstift Hannover wurde ich 1987 als Stv. Ltd. Oberschwester (so hieß das seinerzeit) eingestellt. In der damaligen Leitenden Oberschwester fand ich eine Mentorin, die mich gefördert hat. Außerdem hat sie mich in ihre Funktion als Führungskraft und der daraus resultierenden Verantwortung für Mitarbeitende einbezogen. Diese Zusammenarbeit hat mich sehr geprägt.

Als 1990 unsere Tochter geboren wurde, war es für meinen Mann selbstverständlich, mich in meiner beruflichen Laufbahn zu unterstützen. Er ist damals als Hausmann zu Hause geblieben, hat mir den Rücken gestärkt und mich in meiner Karriere sehr unterstützt.

Heute arbeite ich seit fast 21 Jahren als eingesegnete Diakonieschwester und Pflegedirektorin im Schaumburger Land. Der Beruf bereitet mir auch nach so vielen Jahren immer noch viel Freude. In den letzten Jahrzehnten hat sich natürlich einiges verändert. Aber das Gefühl, etwas für unsere Patienten und Mitarbeitenden bewirken zu können, treibt mich weiter an und motiviert mich in meinem täglichen Tun.

Während meiner gesamten Laufbahn war und ist mir bis heute immer ein Aspekt ganz wichtig: sich selbst treu bleiben, sich reflektieren und den Menschen offen entgegengehen.

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