Die Gründung: Innovation aus Tradition

Unsere Wegbereiter:innen

Das 19. Jahrhundert war prägend für die Traditionshäuser und Mitgesellschafter:innen von AGAPLESION. Bürgerliche Gründungsinitiativen, wohlhabende Familien, Adlige sowie Frauen und Männer im Dienst der Kirche haben ihnen den Weg bereitet. Weit mehr, als wir hier zeigen! Sie stehen stellvertretend für all die innovativen Ideen, die institutionalisiert und beständig weiterentwickelt wurden. Und bis heute quicklebendig sind.

Adam Wolff

(1810 – 1854)

Bad Pyrmont: Pfarrer, Hofprediger, Superintendent und Gründer der „Anstalt Bethesda“ (später: Stiftung Bethesda) 1848.

Johannes Guyot

(1861 – 1910)

Darmstadt: Pfarrer und Mitgründer des Hessischen Diakonieverein e. V. im Jahr 1906 (heute: HDV).

Jakob Strobel

(1832-1912)

Frankfurt: Gründungsmitglied und 1. Vorsitzender des Bockenheimer Diakonissenvereins im Jahr 1876. Auf den Verein geht das AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS zurück.

Fürstin Bathildis zu Waldeck und Pyrmont

(1873 – 1962)

Bad Pyrmont: Die Fürstin hatte großen Einfluss auf den Bau des Krankenhauses (1898 / 99). Der Name AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS BAD PYRMONT erinnert noch heute an sie.

Prinzessin Elisabeth von Preußen

(1815 – 1885)

Darmstadt: Protektorin und Stifterin des Diakonissenhauses Elisabethenstift (gegründet: 1858). Der Darmstädter Hofprediger Ferdinand Bender und Mitglieder eines Missionsvereins hatten sie um Unterstützung gebeten.

Paul Zipp

(1909-1981)

Gießen: Der Pfarrer übernahm 1967 die Leitung des Vereins für Kranken-, Alten- und Kinderpflege (gegründet 1882). Dieser Verein, dessen Vorläufer ein Frauenverein war, ist der Träger des AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN. Paul Zipp machte sich für den Bau stark. Die Straße ist nach ihm benannt.

Louise Freiin von Vincke

(1833 – 1894)

Bückeburg: Initiatorin und Wohltäterin des Krankenhauses Bethel Bückeburg (Einweihung: 1860). Sie setzte sich für das Entstehen der Stiftung Krankenhaus Bethel (1864) ein. Heute gehört es zum neu gebauten AGAPLESION EV. KLINIKUM SCHAUMBURG.

Carl Weiß

(1841 – 1883)

Frankfurt: Prediger der Bischöflichen Methodistenkirche, Mitbegründer und 1. Präsident des Bethanien Vereins. Zu den Mitgründern im Jahr 1874 gehören auch Heinrich Mann, Jürgen Wischhusen und Friedrich Eilers.

Dr. Julius Hildebrand

(1804 – 1878)

Göttingen: Grund zur Freude für Generalsuperintendent Hildebrand im Jahr 1869: Henriette Leist (1791 – 1874) stiftet ein Grundstück, auf dem ein Diakonissenhau mit
Kinderhospital errichtet wird. Sie ist die Mitgründerin des „Göttinger Frauenvereins“.

Robert von Briesen

Hagen: 1853 versammeln sich Kreisrichter Robert von Briesen und 18 weitere Hagener Bürger. Sie möchten ein Krankenhaus gründen. Eine Lotterie mit den Handarbeiten Hagener Bürgerinnen, Pfennigsammlungen, Kirchen- und Hauskollekten, Spenden – alle machen mit, um das Startkapital sicherzustellen. 1860 wurde ein passendes Gebäude gefunden und in Betrieb genommen.

Elise Averdieck

(1808 – 1907)

Hamburg / Rotenburg: Vorsteherin der Stiftung Diakonissen und Heilanstalt Bethesda (heute: Evangelische Stiftung Bethesda) und Begründerin des Kranken- und Diakonissenmutterhauses Bethesda in Hamburg (1859). 1905 übersiedelten Bethesda-Schwestern mit ihrer Oberin Helene Hartmeier nach Rotenburg (Wümme).

Friedrich von Bodelschwingh

(1831 – 1910)

Iserlohn: Der Bau eines Krankenhauses wird rege diskutiert. 1893 schreibt von Bodelschwingh dem Iserlohner Presbyterium einen Brief und wirbt darum, die „schmerzliche Lücke“ in der Krankenhauspflege zu schließen. Das Krankenhaus Bethel wird 1897 eröffnet. Der prominente Fürsprecher – ev. Pastor, Theologe und Sozialreformer – leitet die später nach ihm benannten „Bodelschwinghschen Anstalten“ in Bielefeld.

Marie Behre

(1840 – 1913)

Kassel: Die heutigen AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL gehen auf das Kurhessische Diakonissenhaus zurück. Franz von Roques, Pfarrer in Treysa, rief 1864 dazu auf, dass sich junge evangelische Frauen in den „Liebesdienst der Kirche“ stellen sollen. Später zogen die Diakonissen nach Kassel um, 1883 wurde das Krankenhaus mit Mutterhaus am neuen Standort eingeweiht. Damals war Diakonisse Marie Behre die Oberin.

Franz Sardemann

(1849 -1927)

Kassel: Bis 1910 1. Vorsteher des Diakonissenhauses in der Zeit des Umzugs nach Kassel.

Oskar Pank

(1838 – 1928)

Leipzig: Leiter der Leipziger ev. Kirche, Superintendent an der Thomaskirche und Gründer des Ev.-Luth. Diakonissenhauses Leipzig (1891). 1900 wurden das Mutterhaus und das Krankenhaus eingeweiht.