Beispielhafte Digitalisierung und Patientensicherheit: Delegation aus Bangkok besucht das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG

05. Juli 2018

Rotenburg, 5. Juli 2018 – Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG arbeitet beispielhaft mit der digitalen Patientendokumentation und hat Ende 2017 dafür ein internationales Qualitätssiegel erhalten: Die EMRAM Stufe 6, die einen sehr hohen Digitalisierungsstandard zugunsten der Patientensicherheit belegt. Um sich über diese digitalisierten Prozesse zu informieren, besuchte eine Delegation des Siriraj Piyamaharajkarun Hospitals (SIPH) in Bangkok das Rotenburger Diakonieklinikum.

Das Hauptinteresse des Besuchs aus Thailand galt den Erfahrungen mit der digitalen Patientendokumentation im medizinischen und pflegerischen Alltag. Zur fünfköpfigen Delegation zählten unter anderem Prof. Kritvikrom Durongpisitkul, Ärztlicher Direktor im SIPH, und Dr. Thananchai Tanasmrit, stellvertretender Ärztlicher Direktor. Insbesondere ging es um die mobilen Nutzungs- und Darstellungsmöglichkeiten auf den iPads, mit denen die über 300 Mediziner und etwa 800 Pflegefachkräfte im Diakonieklinikum bereits täglich arbeiten. Die digitale Patientendokumentation basiert auf der Software iMedOne der Deutschen Telekom Clinical Solutions.

Die Gäste aus Thailand diskutierten unter anderem mit Prof. Dr. Michael Schulte als Geschäftsführer und Ärztlichem Direktor, Pflegedirektor Olaf Abraham, Dr. Jens Siegel, Chefarzt der Klinik für Kinder und Jugendliche, und Dr. Timo Clasen, Oberarzt der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Thoraxchirurgie. Ihr Wissen teilten ebenso Claus-Peter Thomsen, Bereichsleiter IT, Stefanie Raber, Leitung Prozess- und Projektmanagement im Bereich Unternehmensentwicklung und Qualität, sowie Jan Ehlting, Leitung iMedOne mobil bei der Deutschen Telekom Clinical Solutions.

Themen wie Arzneimitteltherapiesicherheit durch einen geschlossenen Medikamentenkreislauf, Verbesserung der Patientensicherheit, Vereinfachung der Arbeitsabläufe durch den Einsatz von iPads und die verbesserte Vernetzung interessierten die Mediziner des SIPH sehr. Zudem beschäftigten sich die Anwesenden unter anderem mit der mobilen Wunddokumentation, dem unmittelbaren Zugreifen auf Laborwerte, Röntgenbilder, Verlaufsdokumentation und Befunde, also sprichwörtlich die digitale Patientenakte in der Kitteltasche. Anhand praktischer Demonstrationen vor Ort präsentierten die Rotenburger Mediziner, welche Chancen der Einsatz der mobilen Patientendokumentation bietet. So zeigte beispielsweise Dr. Jens Siegel auf Station 14 der Kinderklinik anschaulich den Einsatz der mobilen Lösung.

„Dieser Referenzbesuch hat uns gezeigt, dass wir im internationalen Vergleich sehr gute Standards in Bezug auf das digitale, papierlose Arbeiten haben und diese stetig weiterentwickeln“, so Prof. Dr. Michael Schulte. „Für beide Seiten war dieser Besuch eine Bereicherung: Die gezielten Fragen und detaillierten Diskussionen haben uns gezeigt, dass unsere Arbeit hier in Rotenburg international beispielhaft ist.“ 

Das Erreichen der EMRAM Stufe 6 ist ein Qualitätsmerkmal in der Gesundheitsbranche und spiegelt den Grad der Digitalisierung wider. In enger Zusammenarbeit mit der Deutschen Telekom Clinical Solutions ist es dem Diakonieklinikum gelungen, papierloses Arbeiten beispielhaft einzuführen. Mehr als 1.000 Mitarbeiter aus Medizin und Pflege wurden geschult, rund 450 iPads sind im Einsatz. Die EMRAM Stufe 6 ist der derzeit höchste Reifegrad, den deutsche Krankenhäuser erreicht haben. Das Diakonieklinikum ist aktuell eines von insgesamt zwei Krankenhäusern in Deutschland auf diesem hohen Niveau.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diako-online.de

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM ROTENBURG gemeinnützige GmbH ist das größte konfessionelle Krankenhaus in Niedersachsen und akademisches Lehrkrankenhaus der Medizinischen Fakultät der Universität Hamburg. Als Maximalversorger bietet es nahezu das gesamte Spektrum moderner Krankenhausmedizin. Mehr als 190.000 Patienten vertrauen jährlich der fortschrittlichen Hochleistungsmedizin und der professionellen Pflege mit ihren christlichen Wurzeln. Das Diakonieklinikum ist zertifiziertes „Überregionales Traumazentrum“ zur Behandlung von Schwerverletzten sowie zertifiziertes Endoprothetik- und Gefäßzentrum. Einen besonderen Schwerpunkt bildet die Onkologie. Das Brustkrebszentrum sowie das Viszeralonkologische Zentrum mit der Ausrichtung Darmkrebszentrum und Magenkrebszentrum sind von der Deutschen Krebsgesellschaft zertifiziert. Zum Diakonieklinikum gehören außerdem Senioreneinrichtungen, Ausbildungsstätten, ein Reha-Zentrum sowie verschiedene Dienstleistungsbetriebe. Insgesamt arbeiten hier rund 2.500 Menschen.

Seit 2012 hält die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft mit 60 Prozent die Mehrheit der Gesellschafteranteile; der Ev.-luth. Diakonissen-Mutterhaus Rotenburg e.V. hält 40 Prozent.

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Beim Referenzbesuch zum Thema digitale Patientendokumentation: Die Delegation aus Bangkok vom Siriraj Piyamaharajkarun Hospital zusammen mit Vertretern des Rotenburger Diakonieklinikums und der Deutschen Telekom Clinical Solutions.