Beteiligung an TK-Safe - AGAPLESION ist digitaler Vorreiter

08. Mai 2018

Frankfurt, 8. Mai 2018 – AGAPLESION hat erneut Innovationskraft und Zukunftssinn bewiesen: In gleich 16 Krankenhäusern des christlichen Gesundheitskonzerns können Versicherte der Techniker Krankenkasse (TK) zukünftig ihren Entlassbrief in ihre elektronische Gesundheitsakte (eGA) „TK-Safe“ einspielen lassen. Das ist ein großer Schritt hin zu einem nahtlosen Informationsfluss von und zu den Patienten, erhöht die Behandlungsqualität und ist nicht zuletzt der herausragenden AGAPLESION Digitalstrategie zu verdanken, wie Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender AGAPLESION gAG, Ende April bei einer gemeinsamen Pressekonferenz mit der TK in Berlin erklärte.

Wenn ein Patient ins Krankenhaus kommt, muss sich der behandelnde Arzt häufig aktiv auf die Suche nach den nötigen Informationen machen. Liegt nicht alles vollständig vor, sind manchmal unnötige und teure Doppeluntersuchungen erforderlich. „Radiologische Befunde, Medikationspläne, Voruntersuchungen: Bislang liegen diese Informationen verstreut bei einzelnen Leistungserbringern. Als Patient oder auch als Angehöriger eines kognitiv eingeschränkten Menschen verliert man da schnell den Überblick und hat große Mühe, die Daten einzusammeln“, erklärt Horneber. TK-Safe setzt hier an, der Versicherte und seine Bedürfnisse stehen im Fokus: Mit ihrem Smartphone können TK-versicherte Patienten künftig über die TK-App auf einen digitalen Datentresor zugreifen. Hier liegen ihre medizinischen Daten, die sie selbst sammeln und verwalten können, an einem zentralen Ort. Das Angebot ist freiwillig, kostenlos und sicher. „AGAPLESION engagiert sich als erster Krankenhauskonzern von Anfang an bei der Entwicklung von TK-Safe, denn wir setzen alles daran, die Behandlungsqualität unserer Patienten weiter zu steigern“, so Horneber weiter.

Die Techniker Krankenkasse hat 10 Mio. Versicherte und bietet damit die beste Voraussetzung, mit TK-Safe einen erfolgreichen Standard zu setzen. AGAPLESION behandelt rund 70.000 TK-Versicherte im Jahr. Sobald die Testphase erfolgreich abgeschlossen ist, werden sie alle in 16 AGAPLESION Krankenhäusern ihre Entlassbriefe in TK-Safe einspielen lassen können; dazu kommen potenziell 90 Medizinische Versorgungszentren und Ambulanzen. Neben den Diagnosen und durchgeführten Behandlungen sind dort auch Informationen zur Medikation sowie Laborwerte aufgelistet. Geschulte AGAPLESION-Mitarbeitende in den Aufnahmen weisen TK-Versicherte fortan auf die Möglichkeiten der eGA hin und geben ihnen einen Informationsflyer. Den Patienten steht es dann frei zu entscheiden, ob ihre Daten aus dem klinischen Arztbrief in ihre eGA eingespielt werden sollen. Sie müssen explizit ihre Zustimmung geben und haben immer die Hoheit über ihre Daten.

Die schnelle und groß angelegte Einbindung der AGAPLESION Krankenhäuser ist außergewöhnlich und nur deshalb möglich, weil AGAPLESION – anders als andere Krankenhauskonzerne – nahezu flächendeckend ein einheitliches Krankenhausinformationssystem (KIS) nutzt und über eine einheitliche Datenablage verfügt. Nur eine Schnittstelle ist nötig, um den Entlassbrief in TK-Safe einzuspeisen.

TK-Safe ist eine innovative Lösung und birgt viel Potenzial. „Gemeinsam mit unseren Partnern arbeiten wir an weiteren Schnittstellen und technischen Möglichkeiten, um den Patienten noch mehr Gesundheitsdaten digital zur Verfügung zu stellen. Zusätzlich optimieren wir unsere Prozesse: Z. B. können künftig Patienten, ihr Einverständnis vorausgesetzt, bereits vor dem Aufenthalt Daten übermitteln, damit der Aufnahme- und Behandlungsprozess noch zuverlässiger und unkomplizierter abläuft“, so Horneber.

Bereits im Jahr 2005 traf AGAPLESION die Grundsatzentscheidung, Prozesse zu standardisieren und Daten zu digitalisieren. Dazu gehörten in den Folgejahren die Einführung eines einheitlichen Krankenhausinformationssystems (KIS) sowie Softwaremodule in unterschiedlichen Verwaltungsbereichen. Oliver Fabry, IT-Leiter AGAPLESION, erklärt: „Vor drei Jahren bauten wir den Digitalisierungsprozess explizit in unsere Strategie ein und arbeiten seitdem konsequent an der Umsetzung. Dazu gehören maßgeblich die Reorganisation der IT und die Schaffung von Kompetenzteams. Die Umstrukturierung hat hervorragende Ergebnisse erzielt, wie die Mobile Digitale Patientenakte und unsere digitalen Innovationsprojekte zeigen. Wir sind sehr stolz auf alle Kollegen, die daran mitgewirkt haben – insbesondere auf die IT, die direkten Anwender im operativen Geschäft sowie die Führungskräfte, Key-User und Multiplikatoren, die den Umsetzungsprozess tatkräftig begleitet haben und noch immer befördern.“

AGAPLESION möchte alle Potentiale der Digitalisierung nutzen. Neben der Digitalisierung von Daten, Prozessen und Services sind Plattformen wie TK-Safe wichtige Schritte, um interne Abläufe zu optimieren und die Kommunikation mit den Patienten zu verbessern. „Digitalisierung hat bei AGAPLESION immer einen dienenden Charakter. Und sie ist heutzutage das wichtigste Werkzeug, um Transparenz zu erzeugen. Dies zeigt auch TK-Safe. Je lückenloser, konsistenter und durchgängiger der Informationsfluss zu und von unseren Patienten ist, desto höher ist die Dokumentations-, Behandlungs- und Versorgungsqualität für jeden individuellen Patienten. In einem späteren Schritt wollen wir die starren Sektorengrenzen überwinden und neben Krankenhäusern auch andere Leistungserbringer einbinden“, erläutert Horneber abschließend.

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Bei der gemeinsamen Pressekonferenz am 24. April in Berlin ging es mit der elektronischen Gesundheitsakte TK-Safe um die digitale Zukunft des Gesundheitswesens. (v. l. Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorsitzender Agaplesion gAG, Dr. Susanne Ozegowski, eGA-Beauftragte der Techniker Krankenkasse, Matthias Hartmann, Vorsitzender der Geschäftsführung IBM Deutschland GmbH, Dr. Jens Baas, Vorsitzender des Vorstands der Techniker Krankenkasse)