„Demenz mit Würde begegnen“ – Feierliche Zertifikatsübergabe im Rahmen einer Fachveranstaltung mit Prof. Erwin Böhm, Begründer des psychobiographischen Pflege- und Betreuungsmodells

Frankfurt am Main, 21. März 2016 – Alle Wohnbereiche für Menschen mit Demenz der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE sind zertifiziert. Die Auszeichnung für die Pflege und Betreuung ihrer Bewohner und Gäste nach dem Psychobiographischen Pflegemodell erfolgte am Freitag, den 11. März 2016 durch Herrn Prof. Erwin Böhm persönlich, anlässlich der Fachveranstaltung „Demenz mit Würde begegnen“.

Ende 2015 wurden im AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS in Frankfurt-Sachsenhausen der Wohnbereich für Menschen mit Demenz sowie die Tagespflege mit dem Schwerpunkt Demenz erfolgreich nach den Richtlinien des Europäischen Netzwerkes für psychobiographische Pflegeforschung (ENPP) zertifiziert. Im Februar 2016 folgte der spezielle Wohnbereich für Demenz des AGAPLESION Wohnen & Pflegen im Schwanthaler Carrée Mit der Erstzertifizierung des AGAPLESION HAUS SAALBURG im Dezember 2014 sind nunmehr in allen drei Standorten der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE in Frankfurt die speziellen Wohnbereiche für Menschen mit Demenz zertifiziert. Ein wichtiger Meilenstein für mehr Lebensqualität im Alter, so Hannelore Rexroth, Geschäftsführerin der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE.

In ihren Grußworten gratulierten Dr. Renate, Sterzel Stadträtin im Magistrat der Stadt Frankfurt und Vorsitzende des Seniorenbeirates der Stadt Frankfurt sowie Dr. Lothar Elsner, Theologischer Vorstand der Bethanien Diakonissen-Stiftung, und bestärkten das Engagement in der Betreuung von Menschen mit Demenz.

Mit Unterstützung des Förderprogramms der Stadt Frankfurt „Würde im Alter“, der Anna-Wenz Bethanien Stiftung sowie der Bethanien Diakonissen-Stiftung, beide in Frankfurt, wurden in den vergangenen Jahren die Grundlagen für die Betreuung von Menschen mit Demenz an den Standorten der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE gestaltet. Anknüpfend daran wurde das Angebot „Sport und Demenz“ durch den Stiftungsfonds DiaDem gefördert sowie Informations- und Beratungsangebote durch die AGAPLESION Akademie für pflegende Angehörige geschaffen. Damit wurden vernetzte Angebote entwickelt, die auch pflegende Angehörige unterstützen.

„Unsere Entscheidung zur Zertifizierung durch ENPP-Böhm Bildungs- und Forschungsgesellschaft nach dem von Böhm® entwickelten psychobiographischen Pflegemodell war richtig. Der ganzheitliche und vor allem praxisorientierte Ansatz für die Geriatrie, Gerontopsychiatrie und Psychogeriatrie wird von unseren Mitarbeitern begeistert aufgenommen und mit den Bewohnern und Angehörigen erfolgreich gelebt. Das Modell hält ein Konzept vor, nach dem Bewohner bzw. Tagesgäste individuell und bedürfnisorientiert versorgt werden können. Im Vordergrund steht die Schaffung eines sinnerfüllten, an der eigenen Biografie orientierten Alltagslebens“, so Rexroth. „Das Wichtigste und Intensivste zu Beginn ist, Mitarbeitern die Kultur und das Verständnis für eine „andere Form der Pflege“ zu vermitteln. Dies sei durch viele Schulungen und besonders durch das Vorleben der Leitungen hervorragend gelungen“, so Rexroth.

Die Projektverantwortlichen der Häuser und der einzelnen Bereiche berichteten über Erfahrungen und Ergebnisse auf dem Weg zur Zertifizierung. Frau Ulrike Schüller, Hausleitung AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS fasste zusammen: „Die Menschen sollen sich bei uns wohl fühlen. Das Pflegemodell von Prof. Erwin Böhm bietet viele Möglichkeiten, diesen Wunsch in die Tat umzusetzen.“ Birgit Ahrens, Leiterin der Tagespflege, geht es vor allem darum, individuell vorhandene Fähigkeiten zu erhalten und evtl. wiederzuerlangen und damit das Leben Zuhause zu ermöglichen. Die Beratung der Angehörigen spielt dabei eine große Rolle. Die Erfahrung hat gezeigt, dass bei entsprechend gleicher Ansprache und Unterstützung Zuhause und in der Tagespflege ( Rituale ), die Menschen mit Demenz deutlich mehr Sicherheit erlangen und ihre Fähigkeiten länger beibehalten. „Unser Wunsch ist es, dass unsere Gäste gerne zu uns kommen, ein Wohlgefühl erlangen, da sie so sein dürfen, wie sie sind, aber auch gerne wieder zu ihren Lieben nach Hause gehen“, erklärt Ahrens. „Die "Ich-Wichtig" sowie das "Daheim-Gefühl" sind zwei elementare Bausteine in dem Pflegemodell nach Prof. Erwin Böhm“, ergänzt Frau Wiebke Baum, stellvertretende Hausleitung des AGAPLESION Wohnen & Pflegen im Schwanthaler Carrée.

Die Mitarbeiterteams stimmt das Ergebnis der Zertifizierungen sehr zufrieden: Unter der Leitung des Demenzbereich von Frau Jasmin Berghaus wurden unsere Bemühungen für den professionellen Umgang mit Menschen mit Demenz und deren Angehörige belohnt.

Im Rahmen seines Fachvortrags zum Thema „Das Psychobiographische Pflegemodell Gestern und Heute“ ging Prof. Erwin Böhm unter anderem auf die Frage ein, wieso funktioniert überhaupt das Böhm Modell und referierte hierzu: „Weil das Modell nicht von der ärztlichen Diagnose Morbus Alzheimer oder Demenz in der Pflege ausgeht sondern von der Dekompensation der Gefühle. Demnach stellt es eine Emotions-Regulations-Hilfe dar und setzt bei der Problembewältigung an.“

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Die AGAPLESION MARKUS DIAKONIE steht in der Tradition der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN mit ihren über 135-jährigen Erfahrungen in der medizinischen Versorgung, Kranken- und Altenpflege. Als der kompetente Ansprechpartner für WOHNEN & PFLEGEN in Frankfurt am Main bieten wir ein differenziertes Angebot für Senioren von der vollstationäre Pflege über die Tagespflege und den ambulanten Pflegedienst CURATEAM bis hin zu Serviceleistungen im Bereich des Betreuten Wohnens.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.markusdiakonie.de

Erfolgreiche Zertifikatsübergabe an die drei Mitarbeiterteams der Wohnbereiche im AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS, der AGAPLESION TAGESPFLEGE im OBERIN MARTHA KELLER HAUS (Re-Zertifizierung) und des AGAPLESION Wohnen und Pflegen im Schwanthaler Carrée