Unsichtbare Keime sichtbar machen

14. Mai 2018

Kassel, 14. Mai 2018 - Gefäßmedizin der AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN setzt auf neue Technologie, um gefährliche Keime per UV-Licht sichtbar zu machen.

Durch Einsatz eines neuen Gerätes der Firma MolecuLight gelingt es in den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL jetzt per UV-Licht die Keimbesiedelung auf Wunden zu veranschaulichen. Fluoreszierende Bakterien erscheinen in der Darstellung des Displays rot oder grün. „Somit können wir zwei verschiedene Gruppen von Keimen unterscheiden“, sagt Dr. Thomas Gebauer, Oberarzt der Gefäßmedizin. Um welches Bakterium es sich im Einzelnen handelt, ist noch nicht feststellbar.

„Dennoch stellt das Gerät beim Erstkontakt mit einem Patienten und vor allem bei der Kontrolle von infizieren Wunden einen großen Fortschritt dar“, betont Gebauer. „So kann man optisch darstellen, wie stark die Besiedelung ist und wie gut die antiseptische Behandlung anschlägt. Zudem ist darstellbar, an welchen Bereichen, die mit dem bloßen Auge zunächst unauffällig wirken, eventuell doch noch eine Keimbesiedlung vorliegt.“

Eine Patientin der gefäßmedizinischen Station leidet unter einem schmerzhaften Stauungssyndrom im rechten Unterschenkel. Grund hierfür ist eine Herzinsuffizienz, die den kompletten Rücktransport des Wassers aus den Beinen erschwert. Die Folge: Das Wasser staut sich im Bein, aufgrund der Schwellung reißt die Haut, Keime treten ein und die Wunde entzündet sich. Bereits nach vier Therapietagen konnte die hohe Wirksamkeit der Behandlung durch eine massive Keimreduktion mit einer abheilenden Wundfläche nachgewiesen werden. 

Um solche schwerste Entzündungen zu bekämpfen gibt es drei Methoden: den chirurgischen Eingriff, die Gabe antibiotischer Medikamente sowie die lokale, antiseptische Wundpflege. Bei der Behandlung des Unterschenkels der Patientin erscheinen auf dem Display des Gerätes deutlich grüne Areale, die die Keimbesiedelung veranschaulichen. „Somit wissen wir genau, an welcher Stelle noch eine weitere antiseptische Behandlung nötig ist, bevor die Patientin entlassen werden kann, sagt der Gefäßmediziner.

Um die Anwendungsmöglichkeiten von fluoreszierendem Licht zur Keimortung als auch die verschiedenen Therapien zu ihrer Reduktion zu verbessern, wird in den AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL Fachärztin Kornelia Berninghaus den künftigen Einsatz des Gerätes wissenschaftlich im Rahmen ihrer Doktorarbeit begleiten. Zum Wohle unserer Patienten.

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.diako-kassel.de

Die AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL gemeinnützige GmbH ist eine der größten medizinischen Einrichtungen Nordhessens. Wir sind akademisches Lehrkrankenhaus der Philipps-Universität Marburg und gehören zum Onkologischen Kooperationsverbund Nordhessen. 15.600 stationär versorgte und rund 30.000 ambulante Patienten profitieren jährlich von der medizinischen Kompetenz und Versorgungsstruktur unserer Klinik und schätzen deren familiäre Atmosphäre – von der Geburt bis ins hohe Alter! 2.000 Neugeborene kommen jährlich bei uns zur Welt.
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Dr. Thomas Gebauer, Oberarzt der Gefäßmedizin, AGAPLESION DIAKONIE KLINIKEN KASSEL