AGAPLESION: Einen Halt am Lebensende bieten

01. Dezember 2016

Das Darmstädter AGAPLESION ELISABETHENSTIFT hat ein ausdifferenziertes Konzept, um die stationäre und ambulante Hospiz- und Palliativversorgung zu verbinden.

Darmstadt. PD Dr. med. Mathias Pfisterer ist Sprecher des Zentrums für Hospiz- und Palliativversorgung. „Schwerstbetroffene leidende Menschen am Lebensende haben einen besonderen Versorgungsbedarf. Die enge Verzahnung von ambulanten und stationären Partnern ist wichtig“, erklärt er.

Zum Zentrum gehören die Palliativstation, das Ambulante Palliativteam, das PalliativNetz Darmstadt (PaNDa) mit regionalen Kooperationspartnern, das AGAPLESION ELISABETHENSTIFT ELISABETHEN-HOSPIZ sowie die ehrenamtlichen Mitarbeitenden des Evangelischen Hospiz- und Palliativ-Vereins Darmstadt e. V. Das Institut für Hospiz- und Palliativforschung, 2010 mit der Evangelischen Fachhochschule Darmstadt (EFHD) gegründet, soll für neue Partner geöffnet werden.

Die Palliativstation des Zentrums ist Ende 2015 in neue Räumlichkeiten umgezogen. „Für Schwerstkranke und ihre Angehörigen ist es schwer, mit dem gesundheitlichen Schicksal und der Endlichkeit zurechtzukommen“, sagt Pfisterer. „Eine familiäre Umgebung bietet ihnen Halt. Dies kann zu Hause, im Hospiz oder im Krankenhaus gelingen.“ Zum Konzept des Zentrums gehört es, Menschen am Lebensende möglichst an dem Ort zu begleiten, an dem sie sich wohlfühlen – unter Einsatz der hohen menschlichen und fachlichen Kompetenz der Mitarbeitenden.

Pfisterer, der auch Chefarzt des Zentrums für Palliativmedizin und der Klinik für Geriatrische Medizin ist, will die Palliativarbeit in Politik und Gesellschaft vorantreiben: So leitet er u. a. bei der Deutschen Gesellschaft für Geriatrie (DGG) die Arbeitsgruppe Palliativmedizin, ist Mitglied des Runden Tisches der Charta zur Betreuung schwerstkranker und sterbender Menschen in Deutschland und hat an der Stellungnahme der Nationalen Akademie der Wissenschaften zu Palliativversorgung in Deutschland mitgearbeitet.