AGAPLESION HYGIENE: Konzernweite Standards schaffen

24. Juli 2015

AGAPLESION HYGIENE, Institut für Hygiene und Umweltmedizin in Frankfurt, befasst sich konzernweit mit Fragen der Hygiene. Das Team von AGAPLESION HYGIENE entwickelt Strategien und unterstützt deren Umsetzung, damit unsere Einrichtungen den steigenden Anforderungen an die Hygiene gerecht werden.

2012 wurde AGAPLESION HYGIENE, Institut für Hygiene und Umweltmedizin, etabliert. „Hygiene hat bei AGAPLESION höchste Priorität. Unser Konzern wollte die Kompetenz bündeln, denn Fragen der Hygiene wurden in zunehmendem Maße relevant“, erklärt Privatdozent Dr. med. Bernhard Jahn-Mühl. Der Leiter ist Facharzt für Hygiene und Umweltmedizin sowie Facharzt für medizinische Mikrobiologie, Virologie und Infektionsepidemiologie. AGAPLESION verfügt damit über eine eigene Fachkompetenz in Fragen der Hygiene und Infektionsprävention.

Hygienerichtlinien
AGAPLESION HYGIENE entwickelt für alle Konzerneinrichtungen Musterdokumente mit verbindlichen Vorgaben zur Hygiene, beispielsweise Hygiene- und Desinfektionspläne. Diese Vorgaben umfassen u. a. Anweisungen zur Händehygiene, zu hygienerelevanten Maßnahmen der Patientenversorgung, zu multiresistenten Erregern oder zum Umgang mit Instrumenten und deren Aufbereitung. Sie basieren auf gesetzlichen Vorgaben sowie Richtlinien und Empfehlungen der Kommission für Krankenhaushygiene und Infektionsprävention des Robert Koch-Instituts (KRINKO). Ebenso berücksichtigen Empfehlungen medizinischer sowie pflegerischer Fachgesellschaften. Diese Vorgaben werden kontinuierlich aktualisiert.

Beratung
AGAPLESION HYGIENE unterstützt die Einrichtungen bei besonderen Fragestellungen. Dies betrifft z. B. krankenhaushygienische Stellungnahmen zu Baumaßnahmen oder Hilfestellungen bei ungewöhnlichen Ausbruchssituationen. Für Einrichtungen rund um Frankfurt stellt das Institut den Krankenhaushygieniker und steht im ständigen Austausch mit deren Hygieneverantwortlichen sowie dem Hygienefachpersonal. „In der Zusammenarbeit mit den Zentralen Diensten berät das Institut außerdem bei hygienerelevanten Aspekten“, ergänzt Jahn-Mühl. Als Beispiel nennt er Beratung und Festlegungen zur Beschaffung von Medizinprodukten und Desinfektionsmitteln.

Hygiene hinter den Kulissen
Dem Leiter ist wichtig: „Unsere Patienten, Bewohner und Mitarbeitenden haben Anspruch auf ein sicheres Umfeld.“ Hierzu gehören regelmäßige Kontrolluntersuchungen, z. B. zur Trinkwasserqualität, Luftqualität in Operationsbereichen oder auch zur Wirksamkeit von Desinfektions- und Sterilisationsgeräten. Das Institut gibt Art und Umfang der Kontrollen für die Häuser vor und verfügt selbst über ein akkreditiertes Prüflabor, in dem die Untersuchungen durchgeführt und fachärztlich bewertet werden. 2014 wurden rund 7.000 Proben aus den AGAPLESION Einrichtungen der Region Frankfurt ausgewertet. Sind die Ergebnisse auffällig, werden mit der Einrichtung nach den Ursachen gesucht und Maßnahmen festgelegt. Zunehmend wird diese Expertise auch von externen Kunden beauftragt.

Neue Herausforderungen
„In den letzten Jahrzehnten wurden wir im Bereich der Hygiene und Infektion mit neuen Herausforderungen konfrontiert“, berichtet Jahn-Mühl. Der demografische Wandel und medizinische Fortschritt führen dazu, dass die Anzahl älterer und chronisch kranker Patienten zunimmt. Sie sind besonders empfindlich gegenüber Infektionskomplikationen. Multiresistente Erreger, also Erreger, gegen die klassische Antibiotika nichts ausrichten können, nehmen zu. „Sie führen zu schwereren und längeren Erkrankungen“, sagt Jahn-Mühl. Andere Erreger verändern ihr Krankheitspotenzial. So löst der Durchfallerreger Clostridium difficile heutzutage lebensbedrohende Darmentzündungen aus.

Auch die Instrumentarien für medizinische Eingriffe haben sich gravierend geändert. Zunehmend werden feingliedrige, mikrochirurgische Instrumente verwendet, oft mit engen Hohlräumen. Gleiches gilt für Instrumente mit optischen und elektronischen Komponenten bis hin zu Robotersystemen. Deren Komplexität stellt hohe Anforderungen an die technische Ausstattung und Aufbereitung. Jahn-Mühl: „Neue Entwicklungen bedeuten immer neue Herausforderungen.“

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Das Team von AGAPLESION HYGIENE (v. l.): Brigitte Frankenberger, Tanja Bender, Karim Ouali, Mansoor Sadat, Dr. Annemarie Stroh, Dr. Bernhard Jahn-Mühl und Melita Storat.