Angehörige fit für die poststationäre Pflege machen

12. August 2015

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG macht beim Projekt „Familiale Pflege“ der Universität Bielefeld mit. Nach der Anlaufphase kann das Team jetzt sagen: Das für pflegende Angehörige kostenlose Angebot hat sich gelohnt.

Hamburg. Eine Bedarfsermittlung unter Angehörigen von Patienten im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG hat ergeben, dass sie sich wünschen würden, auf die anstehende Pflege in den eigenen vier Wänden vorbereitet zu werden. Pflegedirektor Thorsten Witt hatte da bereits von dem Projekt „Familiale Pflege” der Universität Bielefeld gehört. Mitarbeitende bieten pflegenden Ehepartnern und Angehörigen kostenlose Beratungen und praktische Hilfen an, damit sie sich nach dem Klinikaufenthalt auf die neue Situation einstellen können: individuelle Pflegetrainings im Krankenhaus und Zuhause sowie ganzheitliche Pflegekurse. Wenn Patienten zu weit von Hamburg entfernt wohnen, können Hausbesuche auch an teilnehmende Kliniken aus dem näheren Umfeld vermittelt werden.   

Im AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG betreuen Britta Hielscher und Olaf Tams die „Familiale Pflege“. Sie leitet eine geriatrische Station, er unterstützt die leitende Kollegin der Nachbarstation. Nach einer Schulung, damit die beiden Gesundheits- und Krankenpfleger lernen, wie man die Lehrinhalte gut vermittelt, konnte das Projekt im Juni 2014 starten. Seitdem machten Angehörige von über 60 Patienten mit. „Vier geriatrische Stationen haben wir bereits eingebunden“, sagt Hielscher. „Die Alters-
traumatologie folgt.“ In Zukunft sollen alle Abteilungen die „Familiale Pflege“ anbieten. „Wir wollen den Drehtüreneffekt vermeiden“, erklärt die Hamburgerin. Erneute Krankenhausaufenthalte sollen nach Möglichkeit vermieden werden. Haut- und Körperpflege, Inkontinenzversorgung, Lagerungstechniken, Sturzvorbeugung und der Einsatz technischer Hilfsmittel: Das sind nur einige Lehrinhalte.

Voraussetzung ist, dass die Betroffenen Patienten am  AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG  und in eine Pflegestufe eingruppiert sind oder dass sich die Einstufung abzeichnet. Bis zu sechs Wochen nach der Entlassung sind Hielscher und Tams Ansprechpartner und über Handy erreichbar. Kostenlose Initialpflegekurse sind ein Zusatzangebot: Unter professioneller Anleitung werden Pflegetechniken vermittelt und Erfahrungen ausgetauscht. „Die Angehörigen nehmen unsere Hilfe sehr dankbar an“, berichtet Hielscher. „Wir bekommen oft zu hören, dass sie sich nun viel sicherer fühlen.“

Die AOK Rheinland / Hamburg und die AOK NORDWEST stellen die finanziellen Mittel. Zwei Beispiele: Pflegetrainings im Krankenhaus  werden mit 40, Familienberatung in der Wohnung mit 104 Euro gefördert. Mittlerweile nutzen 400 Allgemeinkrankenhäuser, Psychiatrien und Rehakliniken in Nordrhein-Westfalen, Hamburg und Schleswig-Holstein das Förderprogramm. Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG macht als einzige AGAPLESION Einrichtung bei dem Projekt mit. Angebote für Angehörige haben aber natürlich auch andere Häuser.

Kontakt:
Britta Hielscher und Olaf Tams
AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG
T (0173) 358 07 31
britta.hielscher@d-k-h.de

Das AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG macht beim Projekt „Familiale Pflege“ der Universität Bielefeld mit. Nach der Anlaufphase kann das Team jetzt sagen: Das für pflegende Angehörige kostenlose Angebot hat sich gelohnt.