Digitalisierung: Neue Ideen revolutionieren das Gesundheitswesen

06. Februar 2018

AGAPLESION ist gut auf den Megatrend Digitalisierung vorbereitet und gestaltet die Zukunf schon jetzt mit. Die AGAPLESION Digitalstrategie hat ein großes Ziel: die Sicherung des nachhaltigen Behandlungserfolgs und der Patientensicherheit. Wichtige Voraussetzungen sind die konzernweite Nutzung des Krankenhausinformationssystems (KIS) ORBIS sowie die Mobile Digitale Patientenakte mit mobiler Visite und digitaler Patientenkurve. „Unsere Digitalstrategie fängt mit diesen Umstrukturierungen aber erst an“, sagt Oliver Fabry, Leiter Zentraler Dienst Informationstechnologie. „Der Megatrend Digitalisierung, der sich weltweit auch im Gesundheitswesen vollzieht, eröffnet den Anbietern Möglichkeiten, die heute noch nicht alle abzusehen sind. Hier wollen wir den Anschluss nicht verpassen.“

Vom Datenfluss profitieren  
Daher gestaltet AGAPLESION die Zukunft schon jetzt aktiv mit und arbeitet konzernweit an mehr als 20 Innovationsprojekten. Ebenso ist der Konzern seit Sommer dieses Jahres Kooperationspartner einer Gesundheitsplattform für Versicherten- und Patientendaten, die von der Techniker Krankenkasse (TK) in Zusammenarbeit mit IBM Deutschland entwickelt wird. Zwei weitere Krankenhausträger sowie zwei Universitätskliniken machen ebenfalls bei der elektronischen Gesundheitsakte (eGA) mit.

Langfristig werden Gesundheitsdaten  der Patienten gesammelt, verschlüsselt und dem Versicherten elektronisch zur Verfügung gestellt, damit er die Informationen an die an der Versorgung beteiligten Akteure weitergeben kann. Versicherte erhalten so eine bestmögliche Transparenz über ihre medizinische Versorgung. Sie entscheiden selbst, ob sie das Angebot nutzen und wer Zugang zu den Daten erhält. Weitere Behandlungspartner wie Hausärzte und Pflegeeinrichtungen, aber ebenso Krankenkassen oder Krankenhausträger können künftig einbezogen werden. „Damit solche Projekte überhaupt entwickelt werden können, ist die Digitalisierung im Gesundheitswesen unerlässlich“, betont Fabry. „Die AGAPLESION Digitalstrategie ist also in einen übergeordneten Rahmen eingebunden.“

Junge Gründer fördern
Mit dem digitalen Nutzen beschäftigen sich auch viele Start-ups. Seit 2016 vergibt AGAPLESION Gründerstipendien in Kooperation mit dem strategischen Partner Flying Health Incubator, Berlin. Das Stipendium läuft über zwei Jahre und ist mit 72.000 Euro dotiert. Das diesjährige Stipendium geht an Sympatient. Das Start-up entwickelt die Applikation Invirto, die mit Virtual-Reality-Szenarien und begleitenden Videos die Psychotherapie revolutioniert. Die Gründer stellten ihre Idee im November auf der diesjährigen AGAPLESION Management Konferenz (AMK) vor.

Invirto ist das erste vollständige mobile Virtual Reality (VR) Training für Patienten mit Ängsten und Phobien. Mehr als zwei Drittel von ihnen absolvieren trotz behandlungswürdiger Angststörung keine Therapie oder müssen lange auf einen Platz warten. Mit Hilfe von Smartphones, der Invirto-App und einem VR-Headset können Betroffene in jeder Lebenssituation individuell trainieren. Die VR-Technologie kann für viele neue Anwendungs-bereiche weiterentwickelt werden.

Christian Angern, Julian Angern und Benedikt Reinke (v. l.), haben das diesjährige AGAPLESION Gründerstipendium erhalten. Auf dem Monitor wird eine Fahrt im gläsernen Aufzug dargestellt. Menschen, die die virtuelle Brille tragen, können sich dank der Simulation ihrer Höhenangst stellen.