Einer unserer sechs AGAPLESION Kernwerte: Wirtschaftlichkeit

Wenn wir über Wirtschaftlichkeit im Gesundheits- und Sozialwesen und somit auch in unseren Einrichtungen sprechen, spüren wir mancherorts noch immer bewusste oder unbewusste Widerstände. Nächstenliebe, der Dienst am Menschen und Wirtschaftlichkeit werden als nicht vereinbar dargestellt beziehungsweise als Widerspruch gesehen.

Schaut man sich jedoch die Definition an, so beschreibt die Wirtschaftlichkeit lediglich das Verhältnis zwischen erreichtem Erfolg (Nutzen) und dem dafür benötigten Mitteleinsatz (Geldeinheiten). Um eine möglichst hohe Wirtschaftlichkeit zu erzielen, werden in der Ökonomie zwei unterschiedliche Herangehensweisen beschrieben:
1. Mit möglichst geringem Aufwand einen gegebenen Ertrag zu erreichen (Minimalprinzip).
2. Mit einem gegebenen Aufwand einen möglichst hohen Ertrag zu erreichen (Maximalprinzip).
Betrachtet man die reinen Definitionen, so wird jeder sehr schnell zustimmen, dies auch in einem christlichen Unternehmen im Gesundheits- und Sozialwesen anzustreben. Unser Ziel ist es, mit den zur Verfügung stehenden Mitteln einen möglichst hohen Nutzen für den Patienten, Bewohner oder Gast zu erreichen.

Wir wollen den uns anvertrauten Menschen mehr bieten! An dieser Stelle unterscheiden wir uns vielleicht am deutlichsten von den privaten Trägern, die tendenziell das Minimalprinzip verfolgen. Dort steht die Gewinnmaximierung im Vordergrund, d. h. der definierte Nutzen für den Patienten, beispielsweise eine erfolgreich durchgeführte OP, soll mit minimalem Mitteleinsatz durchgeführt werden.

Dass die Mittel begrenzt sind, die uns für unsere Aufgaben zur Verfügung stehen, ist nahezu normal. Auch dass es uns manchmal so vorkommt, als würden diese nicht ausreichen, wenn man es mit Menschen zu tun hat. Normal ist auch, dass die Anforderungen an die Wirtschaftlichkeit von Jahr zu Jahr steigen. Diese Tatsache macht leider auch vor unserer Branche nicht halt.

Wir wollen und müssen auch Gewinne machen. Das ist ein erklärtes Ziel von AGAPLESION. Im Gegensatz zu privaten Trägern müssen wir damit aber nicht Aktionäre oder Eigentümer bedienen. Gewinne sind jedoch notwendig, um unsere Einrichtungen für die Zukunft zu rüsten, um Rücklagen zu bilden und Investitionen zu tätigen, in Gebäude, neue Tätigkeitsbereiche und Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter.

Als Verbund christlicher und sozialer Einrichtungen bieten unsere Strukturen ideale
Voraussetzungen für wirtschaftliches Handeln. Wir haben im Konzern aufgrund der Vielzahl unserer Einrichtungen immer ein Best-Practice-Beispiel, bei dem Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter eine Musterlösung geschaffen haben. Diese gilt es zu adaptieren und auf die eigene Einrichtung anzuwenden. AGAPLESION bietet dafür mit seiner Integrativen Managementstruktur die Grundlage.
Nächstenliebe und Wirtschaftlichkeit sind daher für uns bei AGAPLESION kein Widerspruch, sondern Ausgangspunkt und Bedingung.

Unter Wirtschaftlichkeit verstehen wir bei AGAPLESION den zielgerichteten und wirksamen Einsatz der Ressourcen zum langfristigen Erhalt unserer Einrichtungen.

  • Wir bündeln Ressourcen, fördern Wissenstransfer und verbessern kontinuierlich unsere Prozesse.
  • Wir erzielen Überschüsse, um Investitionen für den Erhalt und Ausbau der medizinischen und pflegerischen Leistungen zu tätigen und damit die Substanz unserer Einrichtungen zu stärken.

Autor: Jörg Marx, Vorstand AGAPLESION gAG