Frankfurter Prothese weltweit im Einsatz

05. Dezember 2014

Die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie am AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS ist weltweit das einzige Referenzzentrum für den Einbau von „Taric“, einer der neueren Prothesenentwicklungen für das obere Sprunggelenk. Internationale Experten reisen nach Frankfurt, um den Einsatz live im OP mitzuerleben.

 

Eine Delegation von 12 brasilianischen Chirurgen kam im Oktober 2014 in die Klinik für Orthopädie und Unfallchirurgie. Sie schauten Prof. Dr. med. Stefan Rehart und seinem Team bei dem Einsatz der Taric-Prothese über die Schulter und informierten sich über das moderne und innovative Produkt. Rehart und zwei Fachkollegen, Prof. Dr. med. Bernd Fink (Markgröningen) und Dr. Stephan Schill (Bad Aibling), entwickelten die Dreikomponentenprothese und brachten sie 2007 auf den Markt. „Sie vereint alle modernen Erkenntnisse, die es in diesem Bereich gibt, und ist damit eine konsequente Weiterentwicklung der bisher gängigen Prothesen“, erklärt Oberarzt Dirk Brandauer. Die einfache Handhabung beim Einbau und die spätere gute Beweglichkeit überzeugen die Fachwelt. Außerdem wird bei der Operation nur sehr wenig Knochen entfernt.

„Mit Brasilien hat sich ein neuer Markt aufgetan“, berichtet Brandauer. Die Taric-Prothese kann nun auch in dem südamerikanischen Land verwendet werden und hält den dortigen strengen behördlichen Vorgaben stand. In vielen anderen Ländern ist sie bereits zum Einsatz zugelassen. Brandauer stellt die Prothese interessierten Fachkollegen deutschlandweit und international vor. Aktuell wollen sogar Operateure einer Klinik aus Russland diese ausgereifte Prothese am oberen Sprunggelenk nutzen.

Der Name „Taric“ leitet sich ab von „total ankle replacement“ und den Initialen der Herstellerfirma „Implant Cast“. „In unserer Klinik werden weltweit die meisten dieser Prothesen implantiert“, erklärt Brandauer. Pro Jahr werden ungefähr 50 dieser insgesamt seltenen und technisch anspruchsvollen Eingriffe vorgenommen.

Zurzeit erfolgt die Auswertung der Ergebnisse von bisher damit versorgten Patienten. Die Informationen der regelmäßigen Nachkontrollen solcher Operationen fließen auch in das (anonyme) Endoprothesen-Register zur Qualitätssicherung der wissenschaftlichen Fachgesellschaften der Orthopädie und Unfallchirurgie ein. „Diesem objektiven Nachweis der Qualität unseres ärztlichen Vorgehens stellen wir uns gerne“, betont Brandauer.

 

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AGAPLESION MARKUS KRANKENHAUS