Robotic Rollator: Altersgerechte Assistenzsysteme

05. Februar 2015

Ein aktuelles Forschungsprojekt am AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG befasst sich mit einem ganz besonderen Rollator.

 

Der „Robotic Rollator“ ist ein gut 100 Kilo schwerer Rollator, ein Prototyp. „Bei diesem Forschungsprojekt sind wir der klinische Partner“, sagt Prof. Dr. Klaus Hauer, der die Forschungsabteilung leitet. Die Technische Universität München sowie griechische, polnische und französische Partner sind involviert. „Wir achten darauf“, erklärt Hauer, „dass bei dem Projekt nicht die Zielgruppe aus dem Blick gerät.“ Das sind multimorbide, gebrechliche Menschen auf einer geriatrischen Rehabilitationsstation. Die Patienten testen den Rollator.

Er ist motorbetrieben und sensorgesteuert. Er analysiert die Bewegungen des Nutzers, treibt an, bremst ab, geht rückwärts – so sanft, dass man kaum spürt, wie schwer er ist. Außerdem hilft er beim Aufstehen und vermeidet Hindernisse. „In der Summe ist er weltweit einzigartig“, sagt Hauer, der Produkten zum „Ambient Assisted Living“ (Altersgerechte Assistenzsysteme für ein selbstbestimmtes Leben) eine große Zukunft voraussagt.

Das Projekt startete im Februar 2013 und läuft noch bis Februar 2016. Noch zwei weitere Prototypen werden getestet. Sie werden mit Navigationshilfe, einer Sprach- und Gestensteuerung, einer erweiterten Aufsteh- und Stabilisationsfunktion im Stehen und Gehen und aktiven Sturzpräventionsfunktion ausgestattet sein.

 

Kontakt:
Prof. Dr. Hauer, AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG

 

Prof. Dr. Klaus Hauer, AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS HEIDELBERG