Wo Frieden ist - Würdevoll sterben im Hospiz

03. Februar 2014

Pflegedienstleiter Peter Weissner und sein Team kümmern sich um Sterbende. „Gäste“ nennen sie sie liebevoll und gehen im neuen stationären AGAPLESIONHAUS SAMARIA HOSPIZ in Gießen individuell auf ihre Bedürfnisse ein.

Da war die totkranke Seniorin, die sich nichts mehr wünschte, als noch einmal einen geschmückten Tannenbaum zusehen. Der Wunsch wurde ihr erfüllt. Im August. – Geschichten wie diese hat Peter Weissner gehört und erlebt, als er sich in Hospizen und Palliativstationen auf seine neue Arbeit vorbereitete.

Jetzt leitet er den Pflegedienst im neuen stationären AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ in Gießen. Es ist die einzige Einrichtung dieser Art in Stadt und Landkreis. Das Hospiz liegt auf dem Gelände des AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN. Ein vorhandenes Gebäude wurde umgebaut. 2,3 Millionen Euro wurden investiert.

„Wir möchten unseren Gästen alle Wünsche erfüllen“, sagt Weissner. Von der Spazierfahrt im Rollstuhl bis hin zu Essensvorgaben, Musik- und Aromatherapie. Ehrenamtler helfen mit. Hospize nur mit Traurigkeit in Verbindung zu bringen, sei falsch. Die Gäste wollen im Angesicht des Todes Freude und Spaß empfinden.

Im Haus Samaria können bis zu zehn Gäste untergebracht werden. Die meisten leiden an Tumorerkrankungen. „Wir wollen ihnen einen würdevollen Tod ermöglichen“, sagt Weissner. Sich Zeit für sie nehmen zu können, ist ihm sehr wichtig.

Gesellschafter der gemeinnützigen Hospizgesellschaft sind die AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN gemeinnützige GmbH, der Hospizverein Gießen und der Verein für Kranken-, Alten- und Kinderpflege zu Gießen.

Das AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ von außen

Peter Weissner, Pflegedienstleiter, AGAPLESION HAUS SAMARIA HOSPIZ