Hatschi! Die Heuschnupfen-Saison 2020: Was für Pollenallergiker jetzt wichtig ist

22. April 2020

Was ist Heuschnupfen?

Unter Heuschnupfen versteht man eine Allergie gegen Pollen, also gegen den Blütenstaub von Pflanzen. Besonders häufig verantwortlich für allergische Reaktionen sind neben Gräser- und Getreidepollen auch frühblühende Bäume wie Hasel, Erle und Birke sowie einige Kräuter.

Blütenpollen sind winzig kleine Partikel, gerade mal ein Zehntel so dick wie das menschliche Haar. Bereits wenige Pollenkörner reichen aus, um bei einem Allergiker die typische, heftige Reaktion des Immunsystems auszulösen. Beim Kontakt mit dem betreffenden Allergen werden Histamine freigesetzt, die zu einer Abwehrreaktion führen. Betroffen sind vorwiegend die Körperstellen, auf welche die Allergene direkt treffen - also die Bindehaut der Augen oder die Schleimhaut der Nase.

 

Was sind die typischen Symptome von Heuschnupfen?

Gelangen die eigentlich harmlosen Partikel auf die Schleimhäute der Atemwege, führen sie bei betroffenen Allergikern unmittelbar zu einer starken – geradezu überschießenden – Reaktion des Immunsystems und einer Reizung der Schleimhäute. Diese äußert sich in Niesattacken, Fließschnupfen, tränenden, geröteten, brennenden oder juckenden Augen, angeschwollenen Augenlidern sowie Jucken und Kitzeln im gesamten Nasen-Rachen-Bereich. Damit wehrt sich der Körper gegen die vermeintlich gefährlichen Pollen.

Weitere allgemeine Symptome können außerdem Abgeschlagenheit, Müdigkeit, Konzentrationsschwierigkeiten und Kopfschmerzen sein.

 

Was passiert bei einer Pollenallergie im Körper?

Die einer Allergie zugrunde liegende Reaktion des Immunsystems ist eigentlich eine nützliche Maßnahme, denn sie dient der Abwehr von körperfremden, potenziell gefährlichen Substanzen.

Nimmt der Körper eine fremde Substanz über den Magen-Darm-Trakt, die Nase oder die Haut auf, prüft das Immunsystem, ob es sich um einen Krankheitserreger handelt. Ist das der Fall, wird er durch eine komplexe Abwehrreaktion bekämpft. Gelegentlich kann das Immunsystem nicht zwischen schädlichen und unproblematischen Substanzen unterscheiden und wehrt sich plötzlich gegen harmlose Stoffe, die zum Beispiel in Pollen vorkommen. Eine solche Reaktion des Immunsystems bezeichnen Mediziner als Sensibilisierung.

Erst wenn sie sich durch Symptome bemerkbar macht, spricht man von einer Allergie. Zu allergischen Beschwerden kommt es meist nicht sofort beim ersten Kontakt mit dem Allergen, sondern erst nach einem wiederholten Kontakt.

 

Wie kann man Heuschnupfen behandeln?

Prinzipiell sollten Patienten mit allergischen Erkrankungen die auslösenden Stoffe so gut es geht meiden. Besonders bei Heuschnupfen ist das aber nur schwer möglich. Eine große Rolle bei der Therapie spielen Medikamente, die die überschießende Abwehrreaktion eindämmen sollen und so die Symptome lindern. Die meisten Medikamente blockieren die Freisetzung des Hauptbotenstoffs allergischer Reaktionen, das Histamin, das für Rötung, Schwellung und Juckreiz verantwortlich ist. In der Apotheke sind solche Medikamente freiverkäuflich erhältlich – so genannte Antihistaminika.

Andere Arzneimittel enthalten etwa Kortison. Im akuten Anfall hilft es jedoch nicht, denn es wirkt nur vorbeugend und sollte deshalb regelmäßig und auch bereits vor Beginn der akuten Pollensaison angewendet werden. Welche Möglichkeiten der Behandlung infrage kommen, sollten Betroffene mit einem Arzt individuell klären.