Herzen mit innovativem Röntgengerät untersuchen

03. September 2014

Im Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) am AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS steht Patienten ab sofort der erste High-End-Computertomograph (Force-CT) der Firma Siemens im Rhein-Main-Gebiet zur Verfügung. Damit kann das Centrum seine Kompetenz weiter ausbauen.

 

Auf dem Weltkongress der Radiologen in Chicago hatte Prof. Dr. med. Thomas Voigtländer, Ärztlicher Direktor am AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS, im Dezember 2013 von dem neuen High-End-Computertomographen, dem Somatom Force, erfahren. Die neue Technik begeisterte; man nahm Kontakt zum Hersteller Siemens auf. „Uns war sofort klar, welche neuen Dimensionen sich für die Kardiologie eröffnen“, sagt Voigtländer. In Europa gibt es den Somatom Force bisher nur fünfmal.

Die Bildgebung des neuen Gerätes ist schneller und präziser als bei herkömmlichen CTs (bessere zeitliche und örtliche Auflösung). Außerdem herrscht eine deutlich geringere Strahlendosis während der Untersuchung. So kann man innerhalb von Sekundenbruchteilen beispielsweise Untersuchungen an den Herzkranzgefäßen mit einer Röntgendosis vornehmen, die im Vergleich zu einer Herzkatheterdiagnostik fünf- bis zehnmal geringer ist. Diese Dosis entspricht etwa der zweier Transatlantikflüge.

Auch in der Untersuchung von Risikopatienten eröffnet das CT neue Möglichkeiten: So können auch Patienten mit Nierenschwäche (Niereninsuffizienz) untersucht werden. Die CT-Untersuchung erfordert keinen minimal-invasiven Eingriff wie etwa bei einer Herzkatheteruntersuchung. Patienten mit Niereninsuffizienz profitieren von der geringeren Kontrastmittelgabe.

„Bislang konnten durch Belastungsuntersuchungen nur indirekte Rückschlüsse auf den Zustand der Herzkranzgefäße gezogen werden“, sagt Voigtländer. „Die Abbildung der Herzkranzgefäße mit dem neuen CT ist ein echter Meilenstein.“ Die Kardiologen können mit der 4-D-Bildgebung, also bewegten 3-D-Bildern, Vorsorgeuntersuchungen durchführen, um beispielsweise das Herzinfarktrisiko besser einschätzen zu können.

Zwischen 1.000 und 2.000 Patienten pro Jahr sollen von dem neuen Gerät profitieren, das nur im Cardioangiologischen Centrum Bethanien (CCB) am AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS eingesetzt wird. „Mit dieser Spezialisierung erreichen wir ein Optimum in der nicht-invasiven Koronardiagnostik“, betont Voigtländer.

 

Foto: Siemens