Unfallprävention - P.A.R.T.Y-Tage: Schüler sensibilisieren

03. April 2014

Als erstes Krankenhaus in Niedersachsen veranstaltete das AGAPLESION EV. BATHILDISKRANKENHAUS BAD PYRMONT 2014 sechs P.A.R.T.Y-Tage. Rund 150 Schüler und Lehrer nahmen an dem weltweit erfolgreichen Unfallpräventionsprogramm aus Kanada teil. P.A.R.T.Y bedeutet „Prevent Alcohol and Risk Related Trauma in Youth”.

Sie haben die Jugendlichen durch die Abteilungen geführt: Frank Blömker, Chefarzt der Fachabteilung für Unfall- und Handchirurgie / Sporttraumatologie, Numan Alsalhi, Arzt in der Unfallchirurgie, sowie Rüdiger Soyez, Mitglied der Arbeitsgruppe Prävention der DGU. Unterstützt wurden sie von Ahmed Marouf (Neurochirurgie), Torsten Groß (Pfleger aus der Notaufnahme), Jan Gartemann (Notfallsanitäter), Steve Brinkmann (Rettungsassistent) sowie mehrere Krankenpflegeschüler. „Die Veranstaltung war ein voller Erfolg. Die Schüler waren begeistert, einen interaktiven Einblick in die Notfallversorgung unseres Krankenhauses zu erhalten“, sagt Soyez.

Nach einer kurzen Einführung konnten sich die Jugendlichen ansehen, wie ein „Schwerstverletzter“ gerettet wird: Am nachgestellten Unfallort wurde der Verunglückte erstversorgt, mit dem Krankenwagen in die Notaufnahme eingeliefert, auf der Intensivstation und der Normalstation betreut und schließlich in Rehabilitationsmaßnahmen eingebunden. Währenddessen erklärte qualifiziertes Fachpersonal die Prozesse und beantwortete Fragen. „Durch die Transparenz unserer Abläufe konnten sich die Schüler von der hohen Qualität unserer Versorgung ein Bild machen“, bemerkt Alsalhi.

Ein besonderer Höhepunkt für die Jugendlichen war, dass sie Gipsverbände, Prothesen und Halskrausen tragen und ausprobieren durften. Sie bekamen dadurch ein Gefühl dafür, was es bedeutet, schwerverletzt und in seiner Bewegungsfreiheit stark eingeschränkt zu sein. Außerdem konnten die Schüler mit einem ehemaligen Traumapatienten sprechen. Er schilderte ihnen eindrucksvoll seinen Kampf zurück ins Leben. Identifizierung ist ein wichtiger Teil des Präventionsprogrammes. Blömker erklärt: „Vielen Schülern wurde bewusst, dass sie niemals das Risiko eingehen wollen, als Notfallpatienten in ein Krankenhaus eingeliefert zu werden. Einige Schüler beschlossen sogar am Ende des Tages, Arzt zu werden.“

Da das Interesse so groß war, sollen die P.A.R.T.Y-Tage künftig mehrmals pro Jahr im Krankenhaus stattfinden.

Gestellte Unfallsituation: Der Einsatz der Rettungskräfte beeindruckte die Schüler.