Gelebte Zuwendungsqualität bei AGAPLESION

03. April 2014

Eine Haltung der Nächstenliebe und besondere empathische Kompetenz zeichnen die Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter in diesen Einrichtungen aus.

Im biblischen Gleichnis vom barmherzigen Samariter verdeutlicht Jesus, was Nächstenliebe bedeutet. Die Nächstenliebe, die Gottes Liebe spiegelnde zwischenmenschliche Empathie, ist der zentrale Punkt. Der christliche Glaube führt daher zu einer agapäischen, das heißt von Liebe getragenen Grundhaltung: Sich in den Nächsten hineinzuversetzen und zu helfen gilt als Hochform christlichen Handelns.

Gelebte Zuwendungsqualität bezeichnet in diesem Sinne die Fähigkeit und Bereitschaft Gedanken, Emotionen, Motive und Persönlichkeitsmerkmale der anderen Person zu erkennen und zu verstehen. Ferner gehört auch die Reaktion auf die Gefühle Anderer dazu – wie zum Beispiel Mitleid oder der Impuls zum Helfen.

Eine Möglichkeit zur Stärkung der Fähigkeit für Zuwendungsqualität haben wir bei AGAPLESION in den diakonischen Bildungsangeboten. Freilich gibt es auch leicht zu praktizierende Übungen im ganz gewöhnlichen Berufsalltag: Mein Gegenüber ausreden zulassen etwa ist ein gutes Training; sich auf seine Sicht der Dinge einzulassen, auch wenn sie der eigenen zuwiderläuft; nicht gleich den eigenen Standpunkt dagegenzuhalten, sondern erst einmal die Position des anderen nachzuvollziehen und seine Anliegen und Empfindungen zu würdigen.