Pilotprojekt: Mit Demenzpass den Alltag erleichtern

03. April 2014

Das AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN macht seit Anfang April 2014 bei einem Pilotprojekt mit: dem Demenzpass Gießen. Einige Monate lang wird in Stadt und Landkreis Gießen geprüft, ob sich der Pass im Scheckkartenformat bewährt. Voraussichtlich Mitte 2015 erfolgt die Evaluation. Eine Voraussetzung für den Pass ist die Diagnose Demenz. Eine Vielzahl an Kooperationspartnern arbeiten zusammen: Krankenhäuser, Ärzte, ambulante Dienste und Beratungsstellen.

Wer den Pass im Scheckkartenformat im AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN vorzeigt, der kann mit Vorteilen rechnen. So werden die Bezugspersonen nach Möglichkeit ebenfalls im Krankenhaus untergebracht („Rooming in“). Pflegekräfte bemühen sich gezielt um den dementen Patienten, der ein Zimmer in Nähe des Dienstzimmers des Pflegepersonals zugeteilt bekommt. Außerdem sollen die Wartezeiten so kurz wie möglich gehalten werden. Und bei Beratungs- und Aufklärungsgesprächen werden die Bezugspersonen mit eingebunden.

Die Initiatorinnen sind die Mitarbeiterinnen des Modellprojekts „Demenz – Entlassung in die Lücke“, angesiedelt beim Diakonischen Werk Gießen. Sie evaluieren das Projekt. Es hat eine Laufzeit von drei Jahren und wird vom Hessischen Sozialministerium und von den Pflegekassen finanziert. Die wissenschaftliche Begleitung übernimmt das Institut für Soziologie an der Justus-Liebig-Universität Gießen.