Que viva España! Pflege-Praktikum für Spanische Studenten

01. Juni 2014

Im Februar 2014 unterzeichnete AGAPLESION eine Kooperationsvereinbarung mit der Universidad de Murcia in Spanien. Dadurch haben Studierende die Möglichkeit, bei einem sechswöchigen Praktikum das deutsche Gesundheitssystem und die Arbeit in einer der über 100 Einrichtungen des Konzerns kennenzulernen.

 

„Das Ausbildungsniveau der Krankenpflege in Spanien ist sehr hoch“, erklärte Dr. Markus Horneber. Das liegt unter anderem daran, dass die Pflege in Spanien ein vierjähriges Bachelor-Studium ist. Jedes Jahr absolvieren in Spanien sehr viele gut ausgebildete Pflegekräfte ihr Studium.

Die Universidad de Murcia bildet bereits seit 1991 im Bereich Pflege aus. Seit 2010 ist die Ausbildung an der Fakultät für Pflege ein Universitätsstudium. An der Universität studieren mehr als 35.000 Studenten, davonüber 1000 im Bereich Pflege. Für die Universität ist der Austausch sehr wichtig, um den Studierenden schnell den Einstieg ins Berufsleben zu ermöglichen, der in Spanien zurzeit sehr schwierig ist. Die Mobilität und Durchlässigkeit auf dem europäischen Ausbildungs- und Arbeitsmarkt ermöglicht vielen jungen Menschen, sich beruflich im Ausland weiter zu entwickeln und ihr Know-how zu erweitern.

„Die ersten Praktikanten kamen im Frühjahr 2014“, sagte Katalin Bordi, Referentin Internationale Projekte AGAPLESION gAG. Allein in den AGAPLESION FRANKFURTERDIAKONIE KLINIKEN arbeiten seit vielen Jahren mehr als 150 Pflegekräfte aus verschiedenen europäischen Ländern. Die ersten Pflegekräfte aus Spanien bewarben sich schon 2012. Derzeit arbeiten neun spanische Mitarbeiter im AGAPLESION BETHANIEN KRANKENHAUS in Frankfurt.

Am Rande: Das Thema ist eigentlich nicht neu. In der Geschichte der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN mit dem Titel „In guten Händen“ wird berichtet, wie im Juni 1966 128 südkoreanische Krankenschwestern in ihren Landestrachten am Frankfurter Flughafen ankamen, um für drei Jahre in den Frankfurter Krankenhäusern und Heimen mitzuhelfen. Aufgrund des Pflegenotstands konnten im Februar 1969 von 3.850 Planstellen nur 3.370 besetzt werden.

Manuel Vidal, Vizerektor der Universität Murcia, und Dr. Markus Horneber, Vorstandsvorstitzender AGAPLESION gAG, bei der Vertragsunterzeichnung