Ressourcen schonen und in Behandlungsqualität investieren

20. Februar 2018

Energie sparen und Synergien nutzen bedeutet auch mehr Möglichkeiten für Investitionen in exzellente Medizin und Pflege.

Frankfurt . Mit verfügbaren Ressourcen müssen Gesundheitseinrichtungen sorgsam wirtschaften. Das betrifft den Umgang mit Heizenergie, Strom, Wasser, Abfall und technischen Geräten. Doch auch beim Einkauf von Verbrauchsmaterial und Medikalprodukten können Synergieeffekte erzielt werden. Nur so werden Investitionen in exzellente Medizin und Pflege und nachhaltiges Arbeiten möglich.

Konzernweite Umweltpolitik
Eine geeignete Umweltpolitik ist daher von entscheidender Bedeutung. Dafür zuständig ist die konzernweite Lenkungsgruppe Umwelt, die eng mit dem Arbeitsbereich (AAB) Technik zusammenarbeitet. In der LG Umwelt, die Jürgen Schäfer, Geschäftsführer der AGAPLESION FRANKFURTER DIAKONIE KLINIKEN, leitet, erstellen die Umweltbeauftragten der Einrichtungen sowie Experten aus dem Zentraleinkauf und der Unternehmenskommunikation Richtlinien und Rahmenkonzeptionen für die Einrichtungen, und bereiten Maßnahmen wie den „Aktionstag Umwelt“ vor.

„Energiekosten in Gesundheitseinrichtungen sind hoch“, betont Sebastian Birk, Technischer Leiter im Frankfurter AGA-PLESION BETHANIEN KRANKENHAUS. „Aufgrund der technischen Weiterentwicklung werden sie im Krankenhaus weiter steigen. Wir müssen daher Einsparpotenziale finden.“ Im AGAPLESION Umweltmanagementsystem sind Energiesparmaßnahmen verankert, sowohl bei Bauarbeiten und Sanierungen als auch bei der Verwendung von Strom- und Heizenergie. Ebenso weisen interne Umweltaudits in den Einrichtungen und die Rahmenkonzeption Umweltpolitik auf Einsparpotenziale hin: vom Umgang mit Druckpapier bis hin zum Gebrauch von Energiesparlampen. Die internen Audits führen die Umweltbeauftragten der Einrichtungen durch.

Zahlen vergleichen
Konzernweit werden die Zahlen vergleichbarer Standorte miteinander in Relation gesetzt. „So können wir voneinander lernen“, sagt Birk. „Das ist für Gesundheitseinrichtungen wichtig, weil sie mit schwierigen finanziellen Rahmenbedingungen zu tun haben.“ Die Zahlen fließen in die jährliche Umwelterklärung ein.  

Aus den Ergebnissen der LG Umwelt werden in den Folgejahren einrichtungsbezogene Maßnahmen entwickelt. Schwerpunkte der Aktionen waren bislang bspw. Abfälle bei der Speiseversorgung, der Papierverbrauch oder der Verbrauch medizinischer Gase. In den Jahren 2016 bis 2018 befassen sich die Teilnehmer mit dem Thema „Nicht zu hell und nicht zu laut“. Damit gemeint sind die Auswirkungen unserer Betriebsstätten auf Nachbarschaf, Tierwelt und Mitarbeitende. Lösungen, die sich bewährt haben, sind bspw. fokussierte Wegebeleuchtungen (kein Lichteinfall aufs Nachbargrundstück), Verdunklungsvorhänge in speziellen Bereichen, aufeinander abgestimmte Anlieferzeiten von LKW (niedriger Lärmpegel) oder leichtlaufende Rollen bei Transportwagen aus dem AGAPLESION LOGISTIKZENTRUM und der Essensverteilung.

Umsetzung von Energieaudits
Unabhängig von der freiwilligen Verpflichtung zum Umweltschutz und den daraus resultierenden Programmen wurde im Jahr 2015 erstmals das gesetzlich vorgeschriebene Energieaudit nach EDL-G durch-geführt. Das Energieaudit betrachtet den Energieeinsatz des Unternehmens.

Innerhalb des Konzerns wurde das „Multi-Site-Verfahren“ angewendet, das vergleichbare Standorte miteinander in Relation setzt. Für diese vor-Ort-Energieberatung kommen externe Experten in die Einrichtungen. Das Bundesamt für Wirtschaft und Ausfuhrkontrolle (BAFA) prüft stichprobenartig, ob die gesetzlichen Auflagen eingehalten werden.

Der aktuelle Geschäftsbericht mit einem Kapitel über Umweltpolitik bei AGAPLESION.