Was erwartet mich auf der Wahlleistungsstation im Krankenhaus?

Schon beim Betreten des neuen Wahlleistungszimmers am AGAPLESION EVANGELISCHES KRANKENHAUS MITTELHESSEN staunt man nicht schlecht: Vertäfelte Wände, neben dem Bett steht ein Loungechair und über dem Schreibtisch mit Leselampe hängt ein schicker Flachbildschirm. Eine Lichtleiste sorgt für indirekte Beleuchtung und kann verschiedene Lichtsituationen simulieren – von der Aufwach- bis zur gemütlichen Abendbeleuchtung. Im Bad geht das Staunen weiter: Eine Duschkabine aus Glas, Mosaikfliesen auf dem Boden und Einbauten in Holz-Optik lassen vergessen, dass man sich in einem Krankenhaus befindet. Hinzu kommt ganz viel Service: Snacks für zwischendurch, eine Speisekarte mit Menüauswahl, aber auch Bezahlfernsehen sind für Privatpatienten inklusive.

Einheitlicher Wahlleistungsstandard für alle Einrichtungen

Und noch etwas macht den Raum in Gießen besonders: Er ist ein sogenanntes Musterzimmer, an dem sich der Standard für die Wahlleistungsstationen in allen AGAPLESION Krankenhäusern in den nächsten Jahren orientieren soll. Privatpatienten, Patienten mit einer entsprechenden Zusatzversicherung oder Selbstzahler sollen dann von Hamburg bis Ulm ein vergleichbares Ambiente vorfinden: "Wir wollen einen einheitlichen Standard schaffen, den Patienten bei AGAPLESION deutschlandweit erwarten können", sagt Tim Allendörfer, Leiter Budget- und Patientenmanagement bei AGAPLESION.

Allendörfer hat mit dem Verband der Privaten Krankenversicherung (PKV) abgestimmt, welche Anforderungen Unterkunft, Verpflegung und Service erfüllen müssen, um deren Vorgaben zu entsprechen. Der beschriebene Hotel-Eindruck soll übrigens bewusst erreicht werden, erklärt Allendörfer: "Die Privatversicherer wünschen den Standard deutscher Vier- bis Fünfsternehotels. So können sie sicherstellen, dass Privatpatienten überall den gleichen Service vorfinden und die Patienten können sich sicher fühlen, dass ihre Kosten immer und überall von der PKV übernommen werden."

Schnittstelle zwischen Einrichtungen und PKV

Dazu wird schon bei der Zusammenstellung des Musterzimmers jedes einzelne Element geprüft, sogar Testpatienten werden eingesetzt. Die Umsetzung der Standards in allen AGAPLESION Häusern unterstützt Wahlleistungsmanagerin Oxana Müller. Sie ist Betriebswirtin, passenderweise aber auch gelernte Hotelfachfrau: „Ich bin so etwas wie die Schnittstelle zwischen einzelnen Einrichtungen und der PKV.“

Wenn AGAPLESION Einrichtungen in den nächsten Jahren ihre Wahlleistungsstationen umbauen werden, besucht Oxana Müller diese vor Ort und überprüft neben den Umbaumaßnahmen alle Prozesse in den Wahlleistungsbereichen – von der Aufnahme bis zur Entlassung. Premiumbereiche in Krankenhäusern sind laut Tim Allendörfer ein wichtiger und wachsender Markt in ganz Deutschland: "Jedoch hängt der Anteil an den Gesamtbetten von der Zahl der Privatversicherten in der jeweiligen Region ab." Wirtschaftlich starke Städte wie Hamburg oder Frankfurt haben einen hohen Premiumanteil, etwa 15 Prozent der Betten gehören hier zu Privatstationen – bei steigender Nachfrage.

 

Das sei heute auch ein Wettbewerbsfaktor, sagt Allendörfer: "Man schließt eine ganze Patientengruppe aus, wenn man diesen Standard nicht anbietet." Außerdem würden die zusätzlichen Einnahmen aus den Wahlleistungsbereichen auch der Allgemeinheit im Krankenhaus zu Gute kommen, etwa bei der Anschaffung neuer medizinischer Geräte. "Im Endeffekt profitieren somit alle Patienten davon", fasst Allendörfer zusammen und betont gleichzeitig: "Es geht hier aber nicht um ein Zweiklassensystem. Auch die normale Station ist zwar nüchterner und cleaner gestaltet, aber schön. Und medizinisch ist alles gleich, Privatpatienten werden von denselben Pflegekräften und demselben ärztlichen Personal versorgt wie alle anderen.

"Bei der Frage, ob ein Loungechair nicht unnötiger Luxus für ein Krankenhaus sei, schüttelt Oxana Müller den Kopf: "Es ist reine Typsache, was man zur Genesung braucht. So wie es eben auch Menschen gibt, die sich im Urlaub in einer besonderen Atmosphäre wohlfühlen und andere, die lieber eine schlichte Unterkunft mögen." Tim Allendörfer verweist auf die Wahlfreiheit: "Die Nachfrage ist da. Was jemand im Krankenhaus braucht, überlassen wir unseren Patienten und bewerten das nicht. Wir wollen nur, dass sie zufrieden sind."

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