„Belastungsprämie für Unternehmen“

30. April 2026

Frankfurt am Main, 29. April 2026 – Stellungnahme der AGAPLESION gAG zur angekündigten Entlastungsprämie der Bundesregierung:

„Die Entlastungsprämie seitens der Bundesregierung wird zur Belastungsprämie für die Unternehmen in Deutschland - und ganz besonders für die Gesundheitseinrichtungen“, sagt Constance von Struensee, Personalvorständin der AGAPLESION gAG: „Wir schließen uns deswegen der Stellungnahme des VdDD (Verband der Diakonischen Dienstgeber Deutschland) an, die gefordert hatte, die Idee der Entlastungsprämie schnell wieder zu beerdigen.“ Die Bundesregierung verspreche eine Entlastung der Bürger - durch Belastung der Unternehmen.

„Besonders die frei-gemeinnützigen Gesundheitsträger stehen bereits finanziell mit dem Rücken an der Wand. Das angekündigte Sparpaket, das unter anderem den teilweisen Wegfall von Tarifrefinanzierungen, erhöhte Prüfquoten und einen Wegfall der Refinanzierung von Preissteigerungen beinhaltet, wird diese finanzielle Situation nochmal deutlich verschärfen. Genau diesen frei-gemeinnützigen Unternehmen wird jetzt nahegelegt, ein Versprechen der Bundesregierung zur Entlastung der Bürger einzulösen und eine steuerfreie Entlastungsprämie auszuzahlen, jedoch ohne dafür eine finanzielle Kompensation zu erhalten.“

Die Ankündigungen auf Bundesebene sorgen für Erwartungen bei den Arbeitnehmern, die von vielen Krankenhausträgern aufgrund bundesgesetzlicher Regelungen nicht erfüllt werden können. „Bereits heute sind 75 Prozent der Krankenhäuser defizitär. Die Mehrkosten der Entlastungsprämie, beispielsweise bei Auszahlenden öffentlichen Trägern, würden in defizitären Häusern durch Steuermittel refinanziert, der Staat wird also gleich doppelt belastet. Viele andere Träger können aufgrund der Defizite oder der zu erwartenden Defizite eine solche Prämie nicht auszahlen.“

Von Struensee betont: „Es braucht dringend Entlastungen für die Bürgerinnen und Bürger, aber nicht auf dem Rücken der ebenfalls belasteten Unternehmen. Wir erwarten deswegen, dass der Bundesrat in seiner Sitzung entsprechende Maßnahmen einfordert, damit der Staat seiner Verantwortung zur Entlastung der Bürger gerecht wird.“

über AGAPLESION

Die AGAPLESION gemeinnützige Aktiengesellschaft wurde 2002 in Frankfurt am Main von christlichen Unternehmen gegründet, um vorwiegend christliche Gesundheits-einrichtungen in einer anspruchsvollen Wirtschafts- und Wettbewerbssituation zu stärken.

Zu AGAPLESION gehören bundesweit mehr als 100 Einrichtungen, darunter 20 Krankenhausstandorte mit 6.049 Betten, 41 Wohn- und Pflegeeinrichtungen mit 3.668 Pflegeplätzen, sieben Hospize, 32 Medizinische Versorgungszentren, sieben Ambulante Pflegedienste und eine Fortbildungsakademie sowie 14 Pflegeschulen.

AGAPLESION bietet vielseitige Ausbildungsmöglichkeiten in medizinischen, pflegerischen und administrativen Bereichen. Zudem bietet AGAPLESION als praktischer Träger überall Ausbildungen als Pflegefachperson und an einigen Standorten auch das Duale Pflegestudium an.

22.000 Mitarbeiter:innen sorgen für ganzheitliche Medizin und Pflege nach anerkannten Qualitätsstandards. Pro Jahr werden rund eine Million Patientinnen und Patienten versorgt. Die Umsatzerlöse aller Einrichtungen inklusive der Beteiligungen betragen 1,9 Milliarden Euro.

Die alleinigen Aktionäre der AGAPLESION gAG sind verschiedene traditionsreiche Diakoniewerke und Kirchen. Auch durch diese Aktionäre ist die AGAPLESION gAG fest in der Diakonie verwurzelt und setzt das Wohl ihrer Patientinnen und Patienten, Bewohner:innen sowie Mitarbeiter:innen als Maßstab für ihr Handeln.

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Constance von Struensee Vorständin AGAPLESION gAG

Constance von Struensee, Personalvorständin, AGAPLESION gAG