Nachbarn sind wir ALLE – Sozialraumprojekt auf dem Mühlberg gestartet

13. Januar 2017

Frankfurt am Main, 13.01.2017 – Das AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS (OMK) hat für den Frankfurter Stadtteil Sachsenhausen-Süd – Auf dem Mühlberg – eine Sozialraumanalyse in Auftrag gegeben, um Aufschluss über sinnvolle Angebote für Senioren im Stadtteil zu erhalten. Mit Unterstützung der Diakonie Hessen wurde die Projektförderung durch das Kuratorium Deutscher Altershilfe (KDA) beantragt und bewilligt.

Gemeinsam mit interessierten Bürgerinnen und Bürgern sowie Experten und Akteuren aber auch ehrenamtlich Tätigen im Stadtteil wollen wir von der AGAPLESION MARKUS DIAKONIE ins Gespräch kommen und zusammen zukunftsorientierte Angebote für Senioren entwickeln beziehungsweise miteinander ausbauen. Vor diesem Hintergrund möchte das in der Dielmannstraße ansässige Seniorenzentrum einen lokalen Prozess anstoßen zur sozialraumorientierten Quartiersentwicklung. „Es geht uns darum, über die rein stationäre Pflege hinaus vorausschauend einen Beitrag zur künftigen Versorgung, Beratung und Begleitung der älteren Menschen im Stadtteil zu leisten“, so Geschäftsführerin Frau Hannelore Rexroth. „Wir wollen im OMK Mitverantwortung für die Entwicklung des Mühlberg übernehmen und hier auch einen generationsübergreifenden Treffpunkt mit Hilfsnetzwerken und nachbarschaftlichem Engagement für den Stadtteil schaffen“, so Frau Rexroth.

Die Hausleitung, Frau Ulrike Schüller, betont: „Wir brauchen Ideen und vernetzte Angebote, um auch zukünftig die Selbstständigkeit älterer Menschen, auch bei Hilfe- und Pflegebedürftigkeit, so lange wie möglich erhalten zu können.“ Frage nach Angebot und Bedarf – im Fokus steht die Angebots- und Bedarfsstruktur rund um die Einrichtung: Welche Hindernisse tun sich auf? Was wünschen sich ältere
Menschen? Welche Angebote existieren bereits, welche fehlen? Diese Fragen sollen mit Experten und Akteuren in einer „Zukunftswerkstatt“, am Samstag, 4. März 2017 diskutiert werden. Gerne können sich Interessierte anmelden unter omk.info@markusdiakonie.de oder telefonisch unter (069) 60 90 6 – 340.

Auch Vertreter aus den Kirchengemeinden, Vereinen und Initiativen, dem Gesundheitswesen, dem Einzelhandel, den Seniorenbeiräten sowie Vertretern der Kommune und viele andere sollen beteiligt werden. Durch Begehungen im Stadtteil sollen bestehende Angebote und potenzielle Barrieren
begutachtet und deren Bedeutung diskutiert werden. Aktuell erfolgt eine schriftliche Befragung im Stadtteil. Die Ergebnisse der Analyse werden im Rahmen einer Fachtagung unter der Schirmherrschaft von Frau Stadträtin Prof. Dr. Daniela Birkenfeld am 16. Mai 2017 im OMK präsentiert.

Die wissenschaftliche Analyse erfolgt durch Herrn Jonas Metzger, Doktorand bei Prof. Dr. Reimer Gronemeyer am Institut für Soziologie der Justus-Liebig-Universität in Gießen. Die Ergebnisse sollen auch zur stadtteilbezogenen Gestaltung einer generationengerechten Infrastruktur und einem wertschätzenden gesellschaftlichen Wohnumfeld genutzt werden. In das Vorhaben mit einbezogen werden auch die mittelfristig geplanten Umbaumaßnahmen im Seniorenzentrum AGAPLESION OBERIN
MARTHA KELLER HAUS. Dadurch soll ein generationenübergreifender Treffpunkt geschaffen und Mitverantwortung für die Entwicklung des Mühlberg-Quartiers übernommen werden.

Das AGAPLESION OBERIN MARTHA KELLER HAUS bietet 112 stationäre Pflegeplätze, davon 20 Plätze in einem besonderem Wohnbereich für Menschen mit Demenz, sowie eine spezielle Tagespflege mit bis zu 16 Tagesplätzen. Auf dem gleichen Gelände befindet sich die private Seniorenwohnanlage SchlossResidence Mühlberg mit 100 Wohnungen. Der historische Mühlberg-Park verbindet die Häuser.

Die AGAPLESION MARKUS DIAKONIE ist Mitglied der lokalen Unterarbeitsgruppe Altenhilfe der freien Wohlfahrtsverbände (LIGA Frankfurt), die mit dem Jugend- und Sozialamt die partizipative Altersplanung der Stadt Frankfurt weiterentwickelt. Kooperationen bestehen zu den Heimplatzvermittlungsstellen, Pflegestützpunkten und Pflegeberatungsstellen der Stadt Frankfurt, mit Ärzten und Gesundheitsnetzwerken, Therapeuten, ambulanten Diensten, Krankenhäusern, Altenpflegeschulen, Trägernetzwerk Ehrenamt, Bildungsträgern, Bügerinstitut, Social Days mit Firmen der Umgebung, Gemeinden, Jugendzentrum basemant26, Kindergarten etc.

Mehr als 22 % der Menschen im Stadtteil Sachsenhausen-Süd sind älter als 60 Jahre, im Vergleich: Der Durchschnitt in Frankfurt liegt bei 16 %. Der Stadtteil ist geprägt durch eine Wohnmischform von Ein- und Zweifamilienhäusern sowie Mehrfamilienhäusern mit Mietwohnungen. Mehr als 27 % aller Haushalte sind Ein-Personen-Haushalte. Die Wohnungsgröße liegt bei durchschnittlich 79 qm je Wohnung. (Quelle: Bericht 41 – Reihe Soziales und Jugend – Bedarfsanalyse Seniorengerechtes Wohnen in Frankfurt am Main, Hrsg. DIE DEZERNENTIN FÜR SOZIALES, SENIOREN, JUGEND UND RECHT der Stadt Frankfurt, Mai 2010).

Weitere Informationen finden Sie im Internet unter www.markusdiakonie.de.

Kontakt:
AGAPLESION MARKUS DIAKONIE gemeinnützige GmbH
Stephanie Walenta, Referentin für Wohnen & Pflegen
Usinger Str. 9, 60389 Frankfurt am Main
T (069) 46 08 - 572, F (069) 46 08 - 578
presse@markusdiakonie.de
www.markusdiakonie.de