Mehr Sicherheit und Effizienz im OP: Digitalisierung der Betäubungsmittelverwaltung mit dem Omnicell BTM-Cabinet

22. Mai 2026

Mit dem Omnicell BTM-Cabinet wurde dieser Prozess grundlegend neu strukturiert. Die Lösung verbindet Vorhaltung, Dokumentation und Bestellwesen in einem digitalen System und schafft damit eine durchgängige Prozesskette. Die Identifikation erfolgt über Fingerscan, Patientendaten werden direkt aus dem KIS übernommen, und jede Entnahme wird systemgestützt und patientenbezogen dokumentiert. Vor der Entnahme wird der Bestand im jeweiligen Fach überprüft und bestätigt – ohne dass das System eine konkrete Bestandsanzeige vorgibt, was eine zusätzliche unabhängige Sicherheitsstufe darstellt.

Fehler werden unmittelbar erkannt und automatisch als Ticket erfasst. Dabei werden die letzten Anwendungen dokumentiert und eindeutig nachvollziehbar gemacht. In Verbindung mit dem Vier-Augen-Prinzip kann die Korrektur direkt und transparent erfolgen. Gleichzeitig verbessert das System nicht nur die Sicherheit, sondern auch die Qualität der Dokumentation erheblich: Jede Mitarbeiterin und jeder Mitarbeiter arbeitet mit einem persönlichen Zugang („BTM-Schlüssel“), wodurch Verantwortlichkeiten klar zugeordnet werden können.

Auch die Effizienz profitiert deutlich. Die Entnahme eines Betäubungsmittels dauert im Durchschnitt nur noch rund 30 Sekunden. Zusätzlich werden automatisch Warnmeldungen, beispielsweise für Rezeptanforderungen, generiert. Insgesamt führt die Digitalisierung zu einer spürbaren Entlastung im OP-Alltag und reduziert potenzielle Fehlerquellen erheblich.

Richard Schalk, M.Sc., Zentral OP am AGAPLESION DIAKONIEKLINIKUM HAMBURG, Pflegeexperte APN und Pflegefachkraft für Anästhesiepflege,, fasst die Entwicklung zusammen: „Der Prozess der BTM-Verwaltung im OP hat sich durch die Anwendung des Omnicell BTM-Cabinet signifikant verbessert.“

Damit zeigt das Projekt eindrücklich, wie digitale Lösungen nicht nur administrative Abläufe optimieren, sondern auch einen direkten Beitrag zur Patientensicherheit und zur Qualität der Versorgung leisten können.


Zurück zum Magazin