26. Februar 2026
Zyklusbasiertes Training bedeutet nicht, das Training ständig neu zu erfinden. Vielmehr geht es darum, Intensität, Fokus und Regeneration an die hormonellen Phasen des Zyklus anzupassen. Grundlage ist der natürliche Wechsel von Östrogen und Progesteron, der sich auf Kraft, Ausdauer, Koordination und Belastbarkeit auswirkt.
Wichtig: Der Ansatz ist flexibel. Niemand „muss“ an bestimmten Tagen pausieren – aber der Körper bekommt mehr Mitspracherecht.
Der Hormonspiegel ist niedrig, viele fühlen sich müde oder weniger belastbar.
Östrogen steigt, Energie, Kraft, Motivation und Muskelaufbaupotenzial nehmen zu.
Hochphase der Leistungsfähigkeit – aber auch erhöhtes Risiko für Bänderverletzungen.
Progesteron dominiert, Regeneration dauert länger, die Belastbarkeit sinkt allmählich.
Zyklusorientiertes Training ist kein starres Regelwerk. Entscheidend ist:
Wer regelmäßig trainiert, profitiert oft von mehr Konstanz, weniger Überlastung und einem besseren Körpergefühl.
Das sogenannte 6-12-25-Training (6 Wiederholungen schwer, 12 moderat, 25 leicht) wird häufig als zyklusfreundlich beworben, da es verschiedene Intensitätsbereiche kombiniert. Effektiv ist es vor allem für Muskelermüdung und Stoffwechselreize – aber nicht speziell zyklusbasiert.
Heißt:
Das Training kann sinnvoll sein, passt aber nicht automatisch zu jeder Zyklusphase. In der Follikelphase kann es gut funktionieren, in der späten Lutealphase hingegen schnell überfordernd sein. Auch hier gilt: Kontext schlägt Konzept.
Zyklusbasiertes Training bedeutet nicht weniger Ehrgeiz – sondern cleverer zu trainieren. Wer lernt, mit dem Zyklus statt gegen ihn zu arbeiten, kann Leistungsplateaus überwinden, Verletzungen vorbeugen und langfristig motivierter bleiben.
Der wichtigste Trainingsfaktor bleibt dabei derselbe wie immer: zuhören – nur diesmal etwas genauer.
FAQ: Zyklusbasiertes Training – kurz & klar
Muss ich mein Training jeden Monat komplett umstellen?
Nein. Kleine Anpassungen bei Intensität und Regeneration reichen oft schon aus.
Funktioniert zyklusbasiertes Training auch ohne regelmäßigen Zyklus?
Ja – dann orientiert man sich stärker an Tagesform, Belastung und Erholung.
Ist zyklusorientiertes Training nur etwas für Leistungssportlerinnen?
Nein, gerade Freizeitsportlerinnen profitieren von weniger Druck und besserer Planbarkeit.
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